1999 formulierten die damalige Landesforstverwaltung Baden-Württemberg und der Landesjagdverband (LJV) eine neue, zeitgemäße Rotwildrichtlinie. Wichtige Kriterien zur artgerechten Rotwildbejagung wie Altersstruktur, Geschlechterverhältnis und Ruhebedürfnis flossen in die Richtlinie ein, die sich noch streng an den 1958 verordneten Rotwildgebieten orientierte. Die 20 Jahre alte und im November diesen Jahres auslaufende Richtlinie bedarf jedoch dringend einer Anpassung an neue wissenschaftliche Erkenntnisse, an die aktuelle Gesetzteslage sowie an die Anforderungen des Wildtierberichts für das Rotwildmanagement in Baden-Württemberg.

Für einen Entwurf zur neuen Rotwildrichtlinie bietet der Landesjagdverband dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherscutz (MLR) die Zusammenarbeit an. 

Mit langfristiger Perspektive sollen aus den heute definierten Rotwildgebieten flexiblere Rotwildvorkommen werden. Daran sollen die Vorgaben der Rotwildrichtline angepasst werden. Zum flächendeckenden Abschussgebot außerhalb der – hoffentlich bald ehemaligen – Rotwildgebiete wird eine Alternative vorgeschlagen. Bei der Struktur des Abschusses nach Alter und Geschlecht wird als Modell die Regelung aus dem Odenwald aufgegriffen. Der körperliche Nachweis wo notwendig und eine Pflichthegeschau sollen für eine solide wildbiologische Datengrundlage sorgen. Der notwendige Tierschutz beim Abschuss des weiblichen Wildes ist zu beachten. Dem Tierschutz dient auch ein Nachtjagdverbot auf Rotwild mit Verbot von Nachtsicht- und Nachtzieltechnik sowie ein möglichst frühes Ende der Jagdzeit. Aus Tierschutzgründen schlägt der LJV auch keine Vorverlegung der Jagdzeit vor.

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Petition

Die Deutsche Wildtierstiftung hat die erste geröhrte Petition an Minister Peter Hauk (Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg) gestartet. Diese Petition richtet sich an alle Tier- und Naturfreunde und fordert mehr Lebensraum für Rotwild in Baden-Württemberg.

Mehr Platz

Wir finden 4 % der Landesfläche sind zu wenig

Mehr Plan

Wir fordern einen ganzheitlichen Plan

Mehr Respekt

Wir fordern Wildruhezonen

Mehr Vielfalt

Wir fordern Rotwild als Lebensraumgestalter

Mehr Verbund

Wir fordern die Vernetzung der Lebensräume